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Aus dem Leben Albert Schweitzers
Sein Spital in Lambarene

Auf dieser Seite gibt es einen Aufsatz zum Leben Schweitzers,
eine chronologische Biographie
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Albert Schweitzer
Theologe, Philosoph, Arzt, Organist und Orgelsachverständiger
Alfred Ullmann

Als Sohn eines evangelischen Pfarrers wurde Albert Schweitzer am 14. Januar 1875  in Kaysersberg/Elsaß geboren. Kurze Zeit später wurde sein Vater Louis Schweitzer nach Günsbach/Elsaß versetzt. Dort erlebte Albert Schweitzer seine Kindheit, besuchte die Volksschule, später die Realschule in Münster/Elsaß und dann das Gymnasium in Mühlhausen/Oberelsaß. Im Jahre 1893 legte er das Abitur ab und er begann gleich Theologie und Philosophie an der Universität Straßburg zu studieren. Gleichzeitig nahm er ein Orgelstudium bei Charles Marie Widor in Paris auf. Im Jahre 1899 promovierte er zum Dr. der Philosophie und im Jahre 1900 zum Dr. der Theologie (Lizentiat). Im Jahre 1902 habilitierte er sich an der Universität Straßburg mit einer Skizze über das Leben Jesu.
In den Pfingstferien des Jahres 1896 faßte er den Entschluß, bis zum dreißigsten Lebensjahr dem Predigtamt, der Wissenschaft und der Musik zu leben. Dann, wenn er auf diesen Gebieten geleistet hätte, was er darin vorhatte, wollte er einen Weg des unmittelbaren Dienens als Mensch betreten. Welches dieser Weg sein sollte, gedachte er, in der Zwischenzeit aus den Umständen zu erfahren.
Neben seiner Tätigkeit an der Universität Straßburg war er von 1899 Vikar an St. Nicolai in Straßburg, und von 1903 bis 1906 Direktor des Thomasstiftes, einer Ausbildungsstätte für evangelische Theologen. In den Jahren 1902 bis 1904 schrieb er auf Bitten von Charles Marie Widor die erste Bachbiografie in französischer Sprache. Später dann in Deutsch, verlegt bei Breitkopf und Härtel.
Schweitzer hatte eine glückliche Jugend erlebt – und es tat sich bei ihm die Frage auf, ob dieses Glück etwas Selbstverständliches sei. Er sagte: „Aus  dem tiefen Glücksgefühl erwuchs in mir nach und nach das Verständnis für das Wort Jesu, dass wir unser Leben nicht für uns behalten dürfen. Wer viel Schönes im Leben erhalten hat, muß entstprechend viel dafür hingeben. Wer von eigenem Leid verschont ist, das Leid anderer zu lindern. Alle müssen wir an der Last, vom Weh, die auf der Welt liegt, mittragen. Nur wer Ehrfurcht vor dem geistigen Wesen anderer hat, kann anderen wirklich etwas sein. Was wir den Menschen Gutes erweisen, ist nicht Wohltat, sondern Sühne“.
Schweitzer war ein Mensch, bei dem Wort und Tat stets übereinstimmen mussten. So war es soweit, den Entschluß, den er 1896 faßte, in die Tat umzusetzen. Er sagt selbst: „Eines Morgens, im Herbst 1904 fand ich auf meinem Schreibtisch im Thomasstift eines der grünen Hefte, in denen die Pariser Missionsgesellschaft allmonatlich über ihre Tätigkeit berichtete. Mechanisch schlug ich das am Abend zuvor in meiner Abwesenheit auf meinen Tisch gelegte Heft auf, während ich es um alsbald an meine Arbeit zu gehen, beiseite legte. Da fiel mein Blick auf einen Artikel mit der Überschrift „„Was der Congo-Mission not tut““.Er war von Alfred Boegner, einem Elsässer, und enthielt die Klage, dass es der Mission an Leuten fehlte, um ihr Werk in Gabun, der nördlichen Provinz der Kongokolonie, zu betreiben. Zugleich sprach er die Hoffnung aus, dass dieser Appell solche, auf denen bereits der Blick des Meisters ruhe, zum Entschluß bringe, sich für diese dringende Arbeit anzubieten. Der Schluß lautete: Menschen, die auf den Wink des Meisters einfach mit: „Herr ich mache mich auf den Weg antworten, dieser bedarf der Kirche.“  Für Albert Schweitzer hatte das Suchen nun ein Ende. Er hat den Ruf gehört und wollte ihn nunmehr folgen und er beschloß, Arzt zu werden, um denen, die vom Schmerz gezeichnet sind, Hilfe zu bringen. Von 1905 bis 1912 studierte er Medizin und er promovierte 1913 zum Dr. med. über „Die psychiatrische Beurteilung Jesu“.
Im Frühjahr 1912 gab er seine Lehrtätigkeit an der Universität Straßburg und das Predigtamt an St. Nicolai auf. Beides bedeutete für ihn einen schweren Verzicht, doch seinen Entschluß musste er verwirklichen. Am 18. Juni 1912 heiratete er seine langjährige Freundin und Vertraute Helene Bresslau, eine ausgebildete Krankenpflegerin. Er sagte einmal, dass sie sein treuester Kamerad war. Am Karfreitag, den 21. 3. 1913, war es soweit, Albert Schweitzer brach mit seiner Frau Helene von Günsbach auf, um an den Zielort der Missionsstation in Lambarene am Ogowestrom im heutigen Gabun zu reisen. Mit 70 Kisten ging die Schiffsreise von Bordeaux aus bis nach Port Gentil. Der Aufbau begann, ein alter Hühnerstall war der erste Operationsraum. In einer Person war Schweitzer: Direktor, Chefarzt, Apotheker, Verwalter, Finanzier, Baumeister, Zimmermann und  auch Seelsorger. Schlimme Krankheiten fand er vor: Ruhr, Tbc, Schlafkrankheit, Lepra, Malaria, Tetanus, Magengeschwüre und Gelbfieber.
Seine Arbeit wurde durch den 1. Weltkrieg jäh unterbrochen. Er wurde als Deutscher, zusammen mit seiner Frau in ein französisches Internierungslager gebracht. Krank kam er 1918 nach Günsbach. Er musste durch Vorträge,als Hilfsarzt und Prediger an St. Nicolai hart arbeiten um seine Schulden zu begleichen. Der damalige schwedische Erzbischof Nathan Söderblom half ihm ab 1919 in Schweden soviel Geld durch Vorträge, Vorlesungen an der Universität Uppsale und durch Spenden einzunehmen, dass die Schulden in kurzer Zeit beglichen werden konnten. So entschloß er sich, im Jahre 1924 wieder nach Lambarene zu reisen um seine segenssreiche Tätigkeit fortzusetzen. Schon bald stellte er fest, dass das Territoium auf der französischen Missionsstation nicht mehr ausreichte. So entschloß er sich, Gelände etwa 4 km flussaufwärts zu kaufen um ein neues Spital zu bauen. Am 21. Juli 1927 erfolgte der Umzug in das neue Spital.
Später sage Albert Schweitzer einmal: „Ich war ein Glückspilz, als ich nach Lambarene gegangen bin; denn in Lambarene habe ich gefunden, was ich suchte: Liebe, Vertrauen, Hilfsbereitschaft und nützliche Arbeit – Jesus hat mich gerufen, und ich bin ihm gefolgt.
Als der Urwalddoktor am 4. September 1965 hochbetagt in seinem Lambarene starb, sagten die einheimischen Menschen über ihren „Grand docteur“: „Er war unser Vater“. In Lambarene wurde er neben seiner treuen Frau und Helferin beigesetzt.
Das Grundprinzip seines Denkens und Handelns war stets die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben. Dieses ethische Grundprinzip ist das Fundament wahrer Humanität.
Seine These „Leben zu erhalten, Leben zu fördern und entwickelbares Leben auf seinen höchsten Wert zu bringen, veranlasste ihn auch einen unermüdlichen Kampf gegen Atomwaffen zu führen. Er erhielt 1952 den Friedensnobelpreis und er richtete
im Jahre 1957 seine mahnenden Appelle über den Sender Oslo an die Regierungen und die Menschheit in der Welt, den unheilvollen Weg der Rüstung, der die totale Vernichtung der Menschheit zur Folge hat, zu beenden. Wir müssen Kriege aus einem ethischen Grund verbannen, weil sie uns der Unmenschlichkeit schuldig werden lassen. So sagte er 1954: Mögen die, die Geschicke der Völker in Händen haben, darauf bedacht sein...und das wunderbare Wort des Apostels Paulus beherzigen: „Soviel an euch liegt, habt mit allen Menschen Frieden“.
Noch heute besteht dieses Urwaldspital. Es ist eine vorzüglich funktionierendes Spital und jedem wird geholfen ohne nach Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit zu fragen. Auch wer kein Geld hat, wird nicht abgewiesen.


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Biographie

1875

Am 14. Januar Geburt in Kaysersberg. Im Juli zieht die Familie nach Günsbach, wo der Vater Louis Schweitzer bis zu seinem Tode 1925 Pfarrer ist. 

1880-1884

Volksschule in Günsbach

1884-1885

Realschule in Münster

1885

Während 8 Jahren besucht er das Gymnasium in Mülhausen. Studium der Orgel bei Eugen Munch 

1890

Konfirmation in Mülhausen 

1893

Am 18. Juni besteht er das deutsche Abitur 
Im Oktober unternimmt er seine erste Reise nach Paris zu seinen beiden Onkeln August und Charles Schweitzer. Erste Begegnung mit dem Organisten Charles Marie Widor. Beginn des Studiums in Theologie und Philosophie 

1894-1895

Militärjahr beim Infanterieregiment 143 in Strassburg

1896

Er fasst an Pfingsten den Entschluss zu einem "unmittelbaren menschlichen Dienen" nach dem 30. Lebensjahr

1898

Im Mai besteht er sein erstes theologisches Examen. Ab Oktober weilt er für sechs Monate in Paris und studiert Orgel bei Widor und Klavier bei Isidore Philippe und Marie Jaël-Trautmann. 

1899

Mai bis Juli Studien in Berlin. Am 2. August macht er den Doktor in Philosophie. Ab 1. Dezember Lehrvikar an der St. Nicolai-Kirche in Strassburg. 

1900

15. Juli: Zweites theologisches Examen. Am 24. Juli erhält er den Doktor der Theologie. 
Ab 14. November ist er Vikar an St. Nicolai 

1901

Er publiziert seine Dissertation "Kritische Darstellung unterschiedlicher neuerer historischer Abendmahlsauffassungen".

1902

Unterrichtet an der theologischen Fakultät in Strassburg. Auf Anregung Widors beginnt er mit der Niederschrift von "J. S. Bach, le musicien-poète". Das Werk erscheint 1905. 

1903

Am 1. Oktober wird er Direktor des Seminars St. Thomas in Strassburg (bis Oktober 1906) 

1905

Er hält sich regelmässig in Paris auf und ist eines der aktivsten Mitglieder der durch seinen Freund G. Bret in Paris gegründeten "Bachgesellschaft". 
Im Oktober teilt er seinen Verwandten und Freunden mit, dass er sich entschlossen hätte, Arzt in Equatorialafrika zu werden und daher Medizin zu studieren. Zwischen 1905 und 1912 ist er, nebst seinem Medizinstudium, in seinen drei Hauptgebieten Theologie, Philosophie und Musik äusserst aktiv und veröffentlicht mehrere Bücher. 

1911

Im Oktober macht er sein medizinisches Staatsexamen 
Am 17. November schliesst er die medizinischen Prüfungen ab

1912

Im Mai zieht er sich sehr erschöpft nach Günsbach zurück. Er muss seine erste Ausfahrt nach Afrika um 10 Monate verschieben. Am 18. Juni heiratet er Helene Bresslau. 

1913

Im Februar promoviert er zum Doktor der Medizin mit der Dissertation "Die psychiatrische Beurteilung Jesu". 
Am 21. März: Abfahrt in Günsbach und am 16. April Ankunft in Lambarene, wo er zusammen mit seiner Frau das erste Spital auf der Missionsstation von Andende aufbaut. 

1914

Zwischen dem 5. August und Ende November werden Schweitzers zufolge des Krieges in Europa als deutsche Staatsbürger von schwarzen Soldaten bewacht. Dann kann er seine Tätigkeit als Arzt wieder aufnehmen, wobei er grosse Schulden machen muss. Daneben arbeitet Schweitzer an seiner Kulturphilosophie. 

1915

Er findet auf einer Reise auf dem Ogowe den Begriff "Ehrfurcht vor dem Leben".

1916

Am 3. Juli wird seine Mutter Adele von einem scheuenden Militärpferd überrannt und stirbt. 

1917

Schweitzers werden als Internierte nach Frankreich überführt, zuerst neun Tage in eine Kaserne in Bordeaux und dann ins Lager für Zivilinternierte nach Garaison in den Pyrenäen gebracht. 

1918

Am 27. März kommen sie in ein Lager in Staint-Rémy de Provence. Am 8. August Rückkehr über die Schweiz ins Elsass. Am 1. September wird Schweitzer zum ersten Mal in Strassburg operiert. 
Ab dem 1. Oktober wird er Assistent an der Dermatologischen Klinik des Bürgerspitals in Strassburg und Vikar an St. Nicolai.

1919

14. Januar: Geburt seiner Tochter Rhena. Im Sommer folgt eine weitere Operation. Im Herbst gibt er zwei Orgelkonzerte in Barcelona. Am 23. Dezember erhält er eine Einladung nach Schweden.

1920

Frühling-Sommer: Erfolgreiche Tournee mit Vorträgen und Konzerten in Schweden auf Einladung des schwedischen Erzbischofs Soederblom in Uppsala. Mit diesen Einkünften kann er seine Schulden abzahlen und auf eine Rückkehr nach Lambarene hoffen. 
Die Universität Zürich ernennt ihn zum Ehrendoktor und bietet ihm kurze Zeit später eine Professur an, die er jedoch zu Gunsten seines Werkes in Lambarene ausschlägt. 

1921

Im April zieht er mit seiner Familie nach Günsbach ins Pfarrhaus zu seinem Vater. Er vervielfacht seine Konzert- und Vortragstätigkeit. Im Herbst weilt er in der Schweiz und in Schweden. 

1923

Vortragszyklus in Prag. Er führt schwierige Gespräche mit der "Evangelischen Missionsgesellschaft" in Paris wegen seiner Rückkehr nach Afrika. 
Helene zieht mit Rhena nach Königsfeld im Schwarzwald, wo Schweitzer ein Haus für seine, seit der Internierung, an Tuberkulose erkrankte Frau bauen liess. Sie muss auf die geplante Ausreise nach Lambarene verzichten.

1924

Am 21. Februar Abfahrt von Bordeaux zusammen mit Noël Gillespie, Student der Chemie und Geologie aus Oxford. Am 19. April Ankunft in Lambarene. Im Juli trifft die Krankenpflegerin Mathilde Kottmann ein, im Oktober der Arzt Victor Nessmann. 

1925

Dr. Marc Lauterburg trifft in Lambarene ein und am 10. Oktober 1925 kommt die zweite Pflegerin, Emma Haussknecht. Wegen Platzmangel entschliesst sich Schweitzer, drei Kilometer flussaufwärts ein neues Spital zu bauen. 
Am 5. Mai stirbt in Günsbach sein Vater.

1927

Am 21. Januar wird das Spital von Andende an den heutigen Standort gezügelt. Am 21. Juli Rückkehr nach Europa. Im Herbst Vortragsreisen nach Schweden, Dänemark und Deutschland. 

1928

Im Frühling Konzert- und Vortragsreisen durch die Niederlande und Dänemark. 
Am 28. August verleiht ihm die Stadt Frankfurt den Goethepreis. Dieser erlaubt ihm, in Günsbach ein Haus zu bauen, das, verwaltet von Frau Emmy Martin, bald die europäische Zentrale seiner Aktivitäten wird. 
Während des Herbstes und Winters unternimmt er Vortrags- und Konzertreisen in die Schweiz, in Deutschland und der Tschechoslowakei. 

1929

Am 26. Dezember kommt er zusammen mit seiner Frau in Lambarene an. Der schlechte Gesundheitszustand zwingt Frau Schweitzer nach drei Monaten bereits zur Rückkehr nach Europa.

1932

Im Januar Rückkehr nach Europa mit Vorträgen und Konzerten in Deutschland, den Niederlanden, England und Schottland. Am 22. März hält er in Frankfurt die offizielle Gedenkrede zum 100. Todestag Goethes. 

1933

Im März: Vierte Ausreise nach Lambarene. 

1934

Rückkehr nach Europa im Januar. Im Oktober hält er philosophische Vorträge in Schottland. 

1935

Im Februar fünfte Ausreise nach Lambarene für sechs Monate. Ab August Aufenthalt in England.

1936

Im April / Mai 21 Konzerte in der Schweiz. 

1937

Im Januar sechste Ausreise nach Lambarene für ein Jahr. 

1939

Im Januar weilt Schweitzer für 12 Tage in Europa, um seine Angelegenheiten zu regeln und seine Medikamentenvorräte zu ergänzen. Den bevorstehenden Weltkrieg erachtet er leider als unabwendbar. Sein siebenter Aufenthalt in Lambarene dauert fast 10 Jahre. 

1940

Im Oktober und November kommt es in der Gegend von Lambarene zu Kämpfen zwischen den Vichytruppen und den freien französischen Kräften. Das Spital ist neutral und es werden die Verletzten beider Parteien gepflegt. 

1941

Frau Schweitzer gelingt es, über Portugal und Angola nach Lambarene zu kommen. 

1942

Die USA und Schweden versorgen das Spital in Lambarene mit Medikamenten und Nahrungsmitteln und garantieren so die Weiterführung der Arbeit. 

1946

Helene Schweitzer kehrt nach Europa zurück. 

1948

Am 24. Oktober kommt Albert Schweitzer in Bordeaux an. 

1949

Im Juli unternimmt Schweitzer zusammen mit seiner Frau eine Reise nach den USA, wo er in Aspen/Colorado eine Gedenkrede zum 200. Geburtstag von Goethe hält. 
Am 24. Oktober achte Ausreise nach Lambarene zusammen mit seiner Frau Helene bis im Juni 1950. 

1950

Mit dem Geld der Goethe-Rede von Aspen beginnt er mit dem Bau eines Lepradorfes. 

1951

Im Mai Rückkehr nach Europa. Im September erhält er in Frankfurt den "Friedenspreis des deutschen Buchhandels". Am 3. Dezember wird er als Nachfolger von Marschall Pétain zum Mitglied der "Académie des Sciences morales et politique" gewählt. 
Ende Dezember: Neunte Ausfahrt für 7 Monate nach Lambarene.

1952

Paracelsusmedaille (D), Prinz-Carl-Medaille (Schweden). Am 10. November zehnte Ausfahrt nach Lambarene. 

1953

Am 30. Oktober erhält er rückwirkend den Friedensnobelpreis für das Jahr 1952. Das Preisgeld ermöglicht ihm die Fertigstellung "du Village lumière".

1954

Im Mai Rückkehr für sechs Monate nach Europa. Am 4. November hält er anlässlich der Übergabe des Nobelpreises in Oslo seine Rede über "Das Problem des Friedens in der heutigen Welt". 
Er wird Ehrenmitglied der amerikanischen "Academy of Art and Sciences". Im Dezember elfte Ausfahrt nach Lambarene. 

1955

Zu seinem 80. Geburtstag am 14. Januar erhält er viele Auszeichnungen und Ehrenbezeigungen aus der ganzen Welt. Einweihung des Lepradorfes. 
Juni-November: Aufenthalt in Europa. Reisen nach Paris, England, Deutschland und der Schweiz. Im Dezember zwölfte Ausfahrt nach Lambarene zusammen mit seiner Frau Helene.

1957

23. April: Aufruf über Radio Oslo über "Das Problem der Atombombe". 
Ende Mai kehrt Frau Schweitzer mit dem Flugzeug nach Europa zurück. Am 1. Juni stirbt sie in Zürich im Alter von 79 Jahren. Im August weilt Schweitzer für vier Monate in Europa. Im Dezember dreizehnte Ausfahrt nach Lambarene. 

1958

April: 3 neue Radioreden über die Gefahren der Atombombe, ausgestrahlt von Radio Oslo. Diese Reden werden als Buch "Friede oder Atomkrieg" veröffentlicht. 

1959

Ende August: Rückkehr nach Europa für drei Monate. Reisen in die Schweiz, nach Dänemark, Schweden, Deutschland, Belgien und Holland. 
Im November weilt er für drei Wochen in Paris. Vierzehnte und zugleich letzte Ausfahrt nach Lambarene. 

1965

14. Januar: Sein 90. Geburtstag wird gefeiert. 
Ende August lassen seine Kräfte rasch nach und Albert Schweitzer stirbt am 4. September um 23.30 Uhr. Am nächsten Tag wird er um 15.00 Uhr neben seiner Frau auf dem Friedhof in Lambarene beigesetzt. 


1981

14. Januar: Einweihung des neuen Spitals 

1999

50 Jahre Schweizer Hilfsverein für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene

© Association Internationale de l'Oeuvre du Docteur Albert Schweitzer de Lambaréné (AISL)

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Weitere Internetseiten zu Schweitzer

Lebenslauf-Chronik

Diese Chronik eignet sich besonders für Schüler. sie ist wie eine Lebenslinie dargestellt. Hier ist der grafische anteil recht hoch.

Lebenslauf-Kurzfassung

Die wichtigsten Eckdaten seines Lebenslaufes

Lebenslinie

Eine sehr aufwändige Darstellung- die Datei muss von rechts nach links gezogen werden.

Helene Schweitzer

Helene, die Ehefrau an seiner Seite.

Seine Worte an die Menschen

Hier ist der Originalton Schweitzers zu hören.

Albert Schweitzer und die Musik

Albert Schweitzer und die Musik, ein Beitrag von Peter Niederstein, Pfarrer im Ruhestand

Wikipedia

In diesem Nachschlagewerk gibt es eine sehr umfangreiche Biografie. Interessant sind die Diskussionen dazu. Diese Seite wird ständig überarbeitet. Sie sollte sehr kritisch betrachtet werden.

Zur Ethik Schweitzers

Godofredo Stutzin ist ein großer Tierfreund und findet in Schweitzers Ethik die Bestätigung für sein Handeln.

Mit dem Fahrrad nach Lambarene

Mit dem Fahrrad war Herr Alker in Lambarene. Der Bericht liegt als pdf- Format vor.

Fotos aus Lambaren von 2005

Herr H.-Joachim Quest hat diese Aufnahmen in Lambarene gemacht und freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

 

 

Hier gibt es eine DiaShow "Albert Schweitzer mit seinen Tieren"

Diese Fotos können auch mit der Erweiterung PicLens für Firefox und Internetexplorer betrachtet werden.






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