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Junge Menschen schreiben über Schweitzer
125 Jahre Förderschule Halberstadt









125 Jahre
Förderschule „Albert Schweitzer“
in Halberstadt



Grußwort von Hartmut Kegler

Albert-Schweitzer-Freundeskreis Aschersleben



Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Als ich diese denkwürdige, verdienstvolle und zu Recht angesehene Bildungseinrichtung, die seit fast einem halben Jahrhundert den ehrenvollen Namen „Albert Schweitzer“ trägt, zum ersten Mal betrat, erschien es mir, als weilte ich in Lambarene. Es war der Geist des „Urwaldarztes“, der mich umgab: Das erste freundschaftliche und offenherzige Gespräch mit Pädagogen, die Fröhlichkeit und Höflichkeit der Schüler, die glückliche Vereinigung von Ausgelassenheit und Disziplin, von Freiheit und Verantwortung, der Wille, mit- und voneinander zu lernen. Da fielen mir auch Goethes Worte ein: „ … hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!“

Diese Schule erhielt vor 45 Jahren den Namen dessen, den man einst ein „Genie der Menschlichkeit“, aber auch „die bedeutendste Seele der Christenheit“ genannt hat, was er für alle, die es mit der Bergpredigt ernst meinen, bis heute ist und in alle Zukunft bleiben wird.on früh ließ der erst sechsjährige Albert erkennen, welch gütiges Herz in seinem Inneren schlägt. Beschloss er doch sein abendliches Gebet mit der Fürbitte: „Lieber Gott schütze und segne alles, was Odem hat, und bewahre es vor allem Übel …“. Schon damals dachte er weiter als es üblich war: Nicht nur der Mensch, sondern alles Leben war und blieb ihm wert und heilig, auch die Vögel im Walde und die Blumen im Garten. Viele Jahre später, nachdem der bereits berühmte Hochschullehrer, Pfarrer und Orgelvirtuose alles aufgegeben hatte, um zu tun, was er zuvor gepredigt hatte, nämlich wahre Nächstenliebe zu üben, kam ihm an einem Septemberabend des Jahres 1915 auf dem Ogowefluss am Äquator – einer Offenbarung gleich – der Gedanke, der später um die Welt ging und Millionen Menschen zu humanistischem Handeln bewegte: Es war das Wort von der „Ehrfurcht vor dem Leben“.

Ehrfurcht ist mehr als Achtung. Sie schließt Ergriffenheit und Demut ein. Sie bedeutet aber vor allem Verantwortung des Menschen gegenüber allem, was lebt. Deshalb betrachtete Schweitzer es als gut, Leben zu erhalten, zu fördern und auf seinen höchsten Wert zu bringen. Kein Zweifel: Was diese Schule auszeichnet und prägt, ist im Schweitzerschen Sinne gut, ist wahrhaft menschlich, ist gelehrter und praktizierter Humanismus. Schätzen wir es nicht gering und vor allem nicht als selbstverständlich, was in diesem Haus geschieht! Vielen Millionen Kindern unserer Erde wird das nicht zuteil, was Jungen und Mädchen hier geboten wird: Ihrem persönlichen Vermögen entsprechend zu lernen, Fürsorge zu erfahren, in Frieden aufwachsen zu dürfen und vor Gewalt beschützt zu sein.

Mit der Ehrfurcht vor dem Leben wird den Schülern auch ein Ideal angeboten, dem zu folgen es sich lohnt. Und mit dem „Urwaldarzt“ wird ihnen jemand vorgestellt, der für sie ein Vorbild sein kann. Der junge Mensch braucht Vorbilder, die gütig und zugleich wahrhaftig, bei denen Wort und Tat nicht Gegensätze sind; die nicht den Mut verlieren, wenn es Schwierigkeiten gibt, die mit Enttäuschungen fertig werden und den Glauben an das Gute nicht verlieren. Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet: Ich helfe dir, wenn du Hilfe brauchst; ich beschütze dich, wenn du in Gefahr bist; ich achte dich, ganz gleich, ob du weiße oder schwarze Haut hast, ob du gläubig oder nicht gläubig bist; Hauptsache, du bist menschlich!

Ehrfurcht vor dem Leben heißt natürlich auch, dass ich kein Tier quäle oder gedankenlos töte, dass ich keine Blume abreiße oder ganze Wälder vernichte und dem allen gleichgültig zusehe. Es bedeutet ebenso, dass ich die Luft und das Wasser rein halte, weil wir sie zum Leben brauchen.

Ehrfurcht vor dem Leben heißt vor allem, den Frieden zu bewahren. Auch darin war uns der Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer ein Vorbild. Wie oft und eindringlich hat er die Menschheit vor der Gefahr eines Atomkrieges gewarnt, nach dem es keine Sieger, sondern nur Verlierer geben wird.

Ich nannte bei der Ehrfurcht vor dem Leben auch die Hilfe für alle die, die Hilfe brauchen. Das kann die bedürftige Klassenkameradin neben dir oder der kranke Nachbar sein. „Jeder kann sein ‚Lambarene’ haben“, sagte Albert Schweitzer. Deshalb sollten auch wir die Menschen nicht vergessen, die hungern oder dursten, die unter Kriegen oder Naturkatastrophen leiden, die von schrecklichen Krankheiten befallen wurden. Denken wir als Albert-Schweitzer-Schüler an die afrikanischen Kinder, die von der tödlichen Malaria befallen werden und sterben müssen, wenn sie nicht geimpft werden. Eine Impfung kostet aber etwa 5 Euro. Dieses Geld muss erst einmal gespendet werden, denn das Albert-Schweitzer-Spital existiert doch weitgehend von Spenden. Mit 5 Euro können wir also schon ein kleines Menschenleben retten helfen.

Rhena Schweitzer-Miller, die verdienstvolle Tochter des „Urwaldarztes“, gab bei der Einweihung des neuen Hospitals der Hoffnung Ausdruck, dass das Licht, das vom Werk und Denken ihres Vaters ausgegangen war, weiterleuchten möge als Zeichen auf unserem Weg in eine neue Zukunft.

Liebe Mädchen und Jungen, lasst euch zum Schluss noch an ein Wort erinnern, das Schweitzer allen jungen Menschen zugerufen hat: Gebt euren jugendlichen Idealismus nicht preis, auch wenn das Leben ihn euch nehmen will! Werdet nicht “cool“, sondern bewahrt euch euer Mitgefühl für alles, was lebt; seid friedfertig, auch wenn ihr angegriffen werdet; gebt nie das eigene Denken auf, denn Verzicht auf eigenes Denken ist geistige Bankrotterklärung; bleibt bescheiden, auch wenn ringsum die Habgier blüht; haltet an der Wahrheit fest, auch wenn gelogen wird; und gebt nie die Hoffnung auf, denn Hoffnung ist Kraft. Es ist soviel menschliche Energie in der Welt, wie Hoffnung in ihr ist.

Mit diesem Wunsch verbinde ich meinen Dank und meine Hochachtung gegenüber allen, die in dieser Schule vorbildlich und aufopferungsvoll wirken. Möge Ihr segensreiches Werk, verehrte Lehrerinnen und Lehrer, im Geist der Ehrfurcht vor dem jungen Leben auch weiterhin Früchte tragen und ein Licht sein auf unserem Weg in eine friedvolle und menschliche Zukunft!



Halberstadt am 20 Juni 2008





95 Jahre Albert-Schweitzer-Spital in Afrika - Hilfe zur Selbsthilfe

»Das Suchen hat ein Ende!
«Presse ND vom 26./27.04.20008

Von Hartmut Kegler

Mit der Ankunft von Albert und Helene Schweitzer in der Missionsstation von Lambarene für April 1913 begann die Verwirklichung eines Entschlusses, den der junge Student Albert bereits Jahrzehnte zuvor gefasst hatte. Damals weilte er über Pfingsten im elterlichen Pfarrhaus in Günsbach. Am Morgen genoss er im Bett liegend den Sonnenaufgang und lauschte den Vögeln im Garten. Dabei empfand er tiefe Dankbarkeit für all das Gute, das er in seinem jungen Leben empfangen hatte: eine glückliche Kindheit in einer harmonischen Familie, Liebe und Freundschaft, Bildung und Ausbildung. Dies alles war für ihn nicht selbstverständlich. In seinem Heimatdorf und darüber hinaus waren ihm viel Armut und Not, Krankheit und Leid begegnet. So beschloss er, sich bis zu seinem 30. Lebensjahr der Wissenschaft und Kunst zu widmen und danach als Mensch unmittelbar für Menschen tätig zu sein, um denen zu helfen, die Not litten.

Im Herbst 1904 entdeckte er in den Nachrichten der Pariser Missionsgesellschaft einen Artikel mit dem Titel »Was der Kongomission Not tut«. Es wurden dringend Helfer gesucht. Schweitzer atmete auf: »Das Suchen hatte ein Ende!
Albert, der als Theologe, Philosoph und Orgelspieler bereits internationalen Ruf genoss, nahm nun noch ein Medizinstudium auf, das er 1911 mit dem Prädikat »sehr gut« abschloss. Seine Frau Helene Bresslau gab ihre gesicherte Stellung als Waisenhausinspektorin auf und verließ mit ihm am Karfreitag des Jahres 1913 mit 70 Kisten Gepäck die Heimat. Am 16. April erreichten sie ihr am Ogowe liegendes Ziel Lambarene, das in der Sprache der Galoa »wir wollen es versuchen« heißt.

Schnell sprach sich herum, dass ein weißer Zauberer gekommen sei, der zu heilen verstehe. So trafen bald auch die ersten Kranken ein. Da kein Raum zur Verfügung stand, fanden die Sprechstunden zunächst im Freien statt; für die Behandlung seiner wachsenden Patientenschar nutzte Schweitzer einen alten Hühnerstall, um vor Regen und Sonne geschützt zu sein. Das segensreiche Werk von Albert Schweitzer und seiner Frau wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges jäh unterbrochen. Sie wurden als Deutsche in der französischen Kolonie zu »feindlichen Ausländern« erklärt und unter Hausarrest gestellt. Dann brachte man sie nach Frankreich in ein Internierungslager, aus dem sie erst 1918 entlassen wurden.

Im Februar 1924 nahm Albert Schweitzer schmerzlichen Abschied von seiner an Tuberkulose erkrankten Frau Helene und seiner 1919 geborenen Tochter Rhena und begab sich zum zweiten Mal an den Ogowe. Dort fand er eine »Dornröschenwelt« vor: Die einst mühsam errichteten Gebäude des ersten Hospitals waren verfallen oder von Lianen überwuchert. Doch wie 1913 verbreitete das Tam-Tam des Urwaldes die Ankunft des »grand docteur« rasch, woraufhin bald wieder viele Patienten eintrafen. Schweitzer bekam nun auch Unterstützung von treuen Helferinnen und Helfern, denen wie ihm das Wort »dienen« kein leeres Wort war.

Seit 1981 arbeitet das neue Hospital, mit dessen Bau 1971 begonnen wurde, als wichtigstes Gesundheitszentrum der Republik Gabun. Das Klinikum ist zu einem Vorbild für medizinische Betreuung und Forschung in ganz Afrika und zugleich ein Beispiel für uneigennützige Entwicklungshilfe im Sinne einer »Hilfe zur Selbsthilfe« geworden. »Eine immer enger werdende Zusammenarbeit zwischen Schwarz und Weiß wird es schaffen, dass das Licht. das vom Werk und Denken meines Vaters in dieses Gebiet gebracht wurde, uns weiterleuchtet als Zeichen auf unserem Weg in die Zukunft«, sagte Rhena Schweitzer-Miller. Und: »Ich habe einmal meinen Vater gefragt: Du hast diesem Land so viel gegeben - hast du auch etwas zurückbekommen? Seine Antwort war: An keinem Ort dieser Welt hätte ich die Idee der Ehrfurcht vor dem Leben finden können.«



Mitteldeutsche Zeitung,Mittwoch, 16. April 2008

Jubiläum des Spitals in Lambarene

Albert-Schweitzer-Freundeskreis lädt am 21, Mai ein:

Mit der Ankunft von Albert und Helene Schweitzer in der Missionsstation von Lambarene am 16. April 1913 begann die Verwirklichung eines Entschlusses, den der junge Student Albert bereits lange davor gefasst hatte, „Was man an Gutem mehr empfangen hat als andere, darf man nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern sollte dafür etwas geben." Spätestens vom dreißigsten Lebensjahr an wollte er sein Christsein in tätiger Nächstenliebe bestätigen.
Als er von der Not der an schlimmen Krankheiten leidenden Afrikaner in der französischen Kolonie am 0gowefluss erfuhr, setzte sich der bereits international geachtete Universitätsprofessor. Pfarrer und Orgelvirtuose wieder auf die Schulbank und studierte Medizin. Seinen Entschluss begründete er auch damit, die von den Kolonialmächten begangenen Verbrechen an den Völkern Afrikas sühnen zu helfen: „Was wir ihnen Gutes erweisen, ist nicht Wohltat, sondern Sühne." Das gilt noch heute. Neben der medizinischen Behandlung der Kranken und Verletzten, die zunächst im Freien, dann in einem Hühnerstall erfolgte, errichtete Schweitzer in mühevoller Arbeit unter mörderischem Tropenklima Gebäude um Gebäude, die zur Unterbringung der vielen Patienten gebraucht wurden.

Im Laufe der Jahre erhielt er treue Helfer aus vielen Ländern der Welt, die seinem Beispiel folgten. Die für die Unterhaltung des Spitals erforderlichen Gelder erwarb er durch Konzerte sowie durch Vorträge und Buchveröffentlichungen in Europa und Amerika, aber auch durch Spenden.
Seit 1981 arbeitet das neue, moderne Klinikum als wichtigstes Gesundheitszentrum der Republik Gabun. Das Albert-Schweitzer-Spital ist das erste und älteste Entwicklungshilfeprojekt der Welt und von der UNO als ein Beispiel für uneigennützige Hilfe zur Selbsthilfe anerkannt worden. Heute arbeiten in dem Klinikum fast ausschließlich Afrikaner als Ärzte, Krankenschwestern und Helfer. Schweitzers Tochter Rhena Schweitzer-Miller hatte einmal ihren Vater gefragt: Du hast diesem Land so viel gegeben - hast du auch etwas zurückbekommen?" Er antwortete: „An keinem anderen Ort der Welt hätte ich die Idee der Ehrfurcht vor dem Leben finden können."

Der Albert-Schweitzer-Freundeskreis wird sich am 21. Mai ausführlich mit diesem Jubiläum befassen. Gäste sind willkommen.


Für 16 Kinder eine Malaria-Impfung

Evangelische Kirchengemeinde Nachterstellt hatte den Vositzendendes Albert-Schweitzer-Freundeskreises eingeladen:

Die vielseitige Persönlichkeit Albert Schweitzers wurde von Herrn Prof. Dr. Kegler anhand eines sehr interessanten Vortrages am 2. April im Herbingsaal der evangelischen Kirchengemeinde Nachterstedt vorgestellt. Sehr anschaulich wurden anhand von Dias und der beeindruckenden Berichte Prof. Keglers das Leben und Wirken dieses außergewöhnlichen Menschen und Genies, Albert Schweitzer, nahe gebracht. Albert Schweitzer, der auch als „Urwalddoktor" bekannt ist, hat Außergewöhnliches geleistet. Er war auch Orgelvirtuose und Johann-Sebastian-Bach-Spezialist, Philosoph und Theologe, Schriftsteller und Förderer des Tierschutzes. Er wollte, dass alle Völker friedlich zusammenleben und die Atomwaffen verboten werden. Sein Lebensmotto: „Ehrfurcht vor dem Leben" hat ihn bis zu seinem Lebensende geprägt.

Prof. Dr. Kegler hat es beeindruckend verstanden, diesen interessanten und vielseitigen Menschen den Vortragsbesuchern vertraut zu machen. Durch die an diesem Abend gesammelten Spenden können 16 Kinder in Lambarene (Urwaldkrankenhaus) die lebenserhaltende Malaria-Impfung bekommen. Sehr herzlich sei auf diesem Wege Herrn Prof. Dr. Kegler und allen Spendern gedankt.

R. Hampe, Kirchengemeinde Nachterstedt

Aus der Presse

Havelberg (as) 29.02.2008
Das Leben und Wirken Albert Schweitzers stand gestern im Mittelpunkt einer Doppelunterrichtsstunde, im Bereich Ethik/Religion für die Schüler der Jahrgangsstufe 11. Als Gast begrüßte Lehrerin Marina Pokorny in der Bibliothek des Havelberger Gymwasiums Prof. Dr. Hartmut Kegler vom Albert Schweitzer Freundeskreis Aschersleben. Er ging unter anderem auf die Gedanken Schweitzers zur Ehrfurcht vor dem Leben ein.
_Das Wichtigste auf unserer Erde sind nicht Macht, Ruhm oder Besitz, sondern ist das Leben", gab Prof. Kegler den jungen Leuten Schweitzers Erkenntnis auf den Weg. Von dieser ließ sich der Arzt, Theologe, Philosoph, Musiker und Friedensnobelpreisträger, der 1965 im Alter von 90 Jahren in Lambarene. wo er ein Tropenkrankenhaus aufgebaut hatte, starb, ein Leben lang leiten. Die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben geht von der Grunderkenntnis aus: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." Als gut gelte: Leben erhalten, Leben fördern, entwickelbares Leben auf seinen höchsten Wert bringen. Als böse: Leben vernichten, Leben schädigen, entwickelbares Leben niederhalten. Auschwitz und Hiroshima, Hunger,Unrecht,Armut,Gewalt, Kriege-all das müsste es nicht geben..







.Angebote für Vorträge

Albert Schweitzer - aus seinem Leben und Denken.
Ein Überblick über das inhaltsreiche, schöpferische und von tätiger Nächstenliebe bestimmte Leben des „Urwaldarztes", Theologen, Philosophen, Orgelvirtuosen, Musikwissenschaftlers, Schriftstellers, Mahners für den Frieden und Nobelpreisträgers Albert Schweitzer. Etwa 2 Unterrichtsstunden je 45 min.

Die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben.
Eine Einführung in das von Schweitzer entwickelte und vorgelebte Grundprinzip des Sittlichen sowie Schlussfolgerungen für unsere Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der Gewaltlosigkeit und der Erhaltung der Schöpfung. Etwa 2 Unterrichtsstunden je 45 min.


Bildung und Erziehung zu Gewaltlosigkeit und Frieden im Geist der Ehrfurcht vor dem Leben.
Grundlagen der Gewaltlosigkeit und des Friedens ausgehend von der Bergpredigt Jesu über die Lehre Gandhis und das Wirken von Martin Luther King über die Ursachen von Kriegen und Gewalt bis zu einigen
Wegen, ihnen durch ethisches Denken und Handeln des Einzelnen und der Völker im Geiste Albert Schweitzers gewaltlos zu begegnen.
Etwa 2 Unterrichtsstunden je 45 min.


Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet auch grenzenlose Verantwortung für alles, was lebt.
Ausgehend von der Wahrung der elementaren Menschenrechte wird die vielfache Verantwortung des Menschen für die Bewahrung der Schöpfung erläutert: Das Tier, die Pflanze einschließlich Probleme der Gentechnik und des Artenschutzes; das Klima und die erneuerbaren Energien, das Wasser und die Luft. Etwa 3 Unterrichtsstunden je 45 Minuten.

Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet auch Achtung vor dem Alter.
Auch die Würde des alten Menschen ist unantastbar. Der Anteil junger Menschen nimmt ab, derjenige alter Menschen dagegen zu. Es geht in Zukunft nicht um einen „Krieg" der Generationen, sondern um friedvolles und verständnisvolles und sozial verantwortliches Zusammenwirken von Alt und Jung. Etwa 1 Unterrichtsstunde, 45 min.

Jugendkulturen ein der Sicht der Ehrfurcht vor dem Leben.
Ausgehend von der Schweitzerschen Auffassung von Kultur werden negative sowie positive Kulturrichtungen der letzten Jahrzehnte innerhalb der internationalen Jugendszene kurz erläutert und daraus Schlussfolgerungen gezogen: Drogengebrauch, Grufties, Heavy Metal, Hooligans, Okkulte Praktiken, Ninja-Kämpfer, Piercing, Skinheads, Sprayer, Punks, Rock'n Roll. Etwa 1 Unterrichtsstunde, 45 min.

Tierschutz im Geist der Ehrfurcht vor dem Leben.
Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet grenzenlose Verantwortung für alles, was lebt. Schweitzer hatte den internationalen Tierschutz begrüßt und gefördert. So ist Tierschutz auch Erziehung zur Menschlichkeit. 2 Unterrichtsstunden je 45 min.

Albert Schweitzer und Albert Einstein - Freunde, die die Welt bewegten.
Beide Genies standen sich menschlich sehr nahe und hatten zu bestimmten Dingen wie Menschlichkeit und Frieden, der Mensch in der Gesellschaft, der Sinn des Lebens, Wissenschaft, Glaube und Religion, Verantwortung und privates Eigentum teils übereinstimmende, teils aber auch unterschiedliche Ansichten. Beide liebten und machten Musik, beide hatten viel Humor und beide erfuhren nicht nur Ehrungen, sondern auch Schmähungen. Etwa 1 Unterrichtsstunde 45 min.

Heitere Geschichten von und über Albert Schweitzer.
Schweitzers Humor war gütig und aufmunternd zugleich. Die Geschichten vermitteln auch einen Einblick in den damaligen Zeitgeist und den Alltag des afrikanischen Urwaldhospitals. Etwa 1 Unterrichtsstunde 45 min.

Geschichten vom kleinen und großen Albert.
Kindgemäße Erzählungen über Begebenheiten des kleinen und erwachsenen Albert Schweitzers in seiner elsässischen Heimat und im afrikanischen Lambarene. Für Kinder bis zu 10 oder 12 Jahren. 2 Unterrichtsstunden je 45 min.

Anschrift:
Prof. Dr. Hartmut Kegler Bäckerstieg 11 06449 Aschersleben Tel. 03473-6417

Veröffentlichungen



Im Zusammenhang mit Vortragsveranstaltungen des Albert-Schweitzer-Freundeskreises Aschersleben wurden von Prof. Dr. Hartmut Kegler und Gisela Kegler zu verschiedenen Themen Texte verfasst und als Broschüren angeboten. Bisher sind die folgenden Titel erschienen:

1. Weise Worte von Albert Schweitzer
2. Albert Schweitzer - aus seinem Leben und Denken
3. Helene Schweitzer -„mein bester Kamerad"
4. Gewaltlosigkeit und Frieden im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben 5. Bildung und Erziehung zu Gewaltlosigkeit und Frieden (2006) 6. Gedanken zur Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben
7. Geschichten vom kleinen und großen Albert
8. Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet auch Achtung vor dem Alter
9. Heitere Geschichten von und über Albert Schweitzer 10.,,Jugendkulturen" aus der Sicht der Ehrfurcht vor dem Leben 11. Ohne Ehrfurcht vor dem Leben: Die Hölle von Auschwitz
12. Beiträge zur grenzenlosen Verantwortung des Menschen für alles, was lebt 13. Tierschutz im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben
14. Albert Schweitzer und Albert Einstein - Freunde, die die Welt bewegten (Texte, 2005)
15. Albert Schweitzer und Albert Einstein - Freunde, die die Welt bewegten (Zitate, 2006)
16. Das Genie der Menschlichkeit. Grußwort an das Bildungszentrum der Kreisklinik Aschersleben-Staßfurt.
17. Worte an die Menschen. Gerichtet von Albert Schweitzer und Albert Einstein
18. Wie wir vergeben unseren Schuldigern. Eine Erzählung
19. Wir alle sind Brüder. Albert Schweitzers Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben und das Weltbürgertum
20. Ein Universalgenie



Die Broschüren im Preis von 1-3 € können bestellt werden bei: COPY SHOP
Sabine Ziemann
Auf dem Graben 99
06449 Aschersleben
Tel. 03473-911757









Veranstaltungskalender



Junge Menschen schreiben an und über Albert Schweitzer

Hartmut Kegler

2008

Zur Einführung

Im Verlaufe meines Wirkens im Albert-Schweitzer-Freundeskreis zu Aschersleben hatte ich die große Freude, in mehreren Bildungseinrichtungen mit Schülerinnen und Schülern über Albert Schweitzer zu sprechen. Diese Möglichkeit verdanke ich der Aufgeschlossenheit, dem Entgegenkommen und der Mitwirkung der jeweiligen Schulleiterinnen und Ethiklehrerinnen. Meine Vorträge und Gesprächsrunden sollten nicht nur das Leben und Denken jenes „Genies der Menschlichkeit“ übermitteln, sondern ganz im Sinne Schweitzers auch zum eigenen Nachdenken anregen. Die dabei angestellten Überlegungen durften dann die Schüler schriftlich niederlegen. Dies geschah dem unterschiedlichen Alter entsprechend in einer Weise, die zeigte, „dass in einem Kinderherzen viel mehr vorgeht, als es ahnen lässt“, wie es Schweitzer einmal ausgedrückt hat. Für mich bedeutete diese Erkenntnis, dass junge Menschen – entgegen manchen pessimistischen Einschätzungen – durchaus für Ideale zu begeistern sind und nach Vorbildern suchen. Aus ihren ehrlich geäußerten Ansichten geht aber auch hervor, dass sie sowohl sich selbst als auch die Gesellschaft mit kritischen Augen betrachten. Das zeigt, dass nicht nur Erwachsene für Jugendliche, sondern auch Jugendliche für erwachsene Vorbilder sein können.

Die nachstehend wiedergegebenen Texte sind zum größten Teil Auszüge von umfangreicheren Abhandlungen, welche die Schüler verfassten.

Ich wünsche viel Freude beim Lesen!



Aschersleben 2008

Freie Montessori-Grundschule Aschersleben

Die Schüler der 3. und 4. Klassen wurden aufgefordert, an den in ihren Herzen weiterlebenden „Urwaldarzt“ Briefe zu schreiben.

Lieber Doktor Schweitzer,

als ich, mein Bruder, mein Papa und ein Bekannter einmal nach Hause kamen, habe ich erlebt, dass ein kleiner Vogel vor der Treppe lag. Er konnte nicht mehr fliegen. Wahrscheinlich war er gegen die Tür geflogen. Wir hoben ihn auf, setzten ihn in unser Vogelhaus und gaben ihm Wasser. Später flog er dann weg.

Eine andere Geschichte. Wir schrieben gerade einen Deutsch-Text. Maria war meine Nachbarin. Sie hatte einen Fehler gemacht. Ich zeigte ihr, wo er war.

Herzliche Grüße, Ihre Lina Al Gori



Sehr geehrter Albert Schweitzer!

Ich habe schon viel von Ihnen gehört. Ich fand es sehr mutig von Ihnen, dass Sie nach Afrika gegangen sind und dass Sie gegen die Atomversuche gestreikt haben.

Na ja, jetzt erzähle ich Ihnen meine Geschichte:
Mein Papa und ich fahren Pfingsten immer an die Müritz. Eines Tages wollte ich ein Abendbad nehmen. Da sah ich einen Jungen mit einem Stock. Der wollte eine Ringelnatter töten. Ich bin sofort hingerannt und schubste den Jungen hin. Ich nahm die Ringelnatter und setzte sie in die Müritz. Ich ging zu dem Jungen und sagte: „Wenn du das noch einmal machst, liegst du wieder da unten.!“

Viele Grüße, Dein Niklas Bormann



Lieber Herr Albert Schweitzer!

Ich bewundere Ihren Mut zur Auswanderung zu den armen Menschen in Afrika! Als Arzt immer für Menschen und Tiere da zu sein, finde ich großartig. Dass Sie aus dem Nichts des Urwaldes mit viel Mühe und Arbeit über viele Jahre ein Krankendorf entstehen lassen, war eine große Freude für die vielen Menschen der Region Afrika.Ich selbst habe auch schon älteren Menschen geholfen. Jüngeren Mitschülern bin ich in der Schule auch beim Lernen behilflich. Über ein Treffen mit Ihnen würde ich mich sehr freuen. Bleiben Sie schön gesund!

Ihre Maria-Therese Foerster



Sehr geehrter Herr Dr. Schweitzer!

Sie haben viel erreicht! Ich bin genau wie Sie gegen Tierversuche. Und gegen den Krieg. Deswegen schreibe ich Ihnen und danke Ihnen! Ich habe Ehrfurcht vor dem Leben!

Tschüs,

Tom Gräbe



Lieber Herr Albert Schweitzer!

In unserer Schule ist ein Kurs, der heißt „Friedenserziehung“. Dort erfahren wir viel über Sie. Sie sind einer der ehrwürdigsten Menschen der Welt! Es ist gut, dass Sie in Lambarene alle Menschen heilen. Auch Ihr Mut ist großartig und Ihre Willenskraft, an jedes Lebewesen zu denken. Ich bewundere Sie! Mein Papa ist auch Arzt, der anderen hilft.

Tschüs und viele Grüße nach Lambarene!

Ihr Moritz Klaus



Lieber Herr Doktor Schweitzer,

Ich heiße Nicolas Kretschmann und bin gegen Tierversuche, weil es nicht schön ist, wenn Tiere gequält werden. Tiere wollen nämlch auch leben wie wir Menschen. Ich finde auch nicht gut, wenn kleine Tiere totgetreten werden.

An Sie, Herr Schweitzer, habe ich eine Frage: Was bedeutet eigentlich Ehrfurcht vor dem Leben?

Viele Grüße

Nicolas Kretschmann



Sehr geehrter Herr Dr. Schweitzer,

Neulich bin ich einem Jungen begegnet, der auf einen Bienenstock einschlug. Ich sagte: „Hey, was machst du denn da?!“ Er antwortete: „Ich schlage auf einen Bienenstock ein, weil sie mich stechen!“ „Die haben mehr Angst vor dir, als du von ihnen“, sagte ich, „du sollst mehr Ehrfurcht vor dem Leben anderer haben!“ Da ließ er den Stock fallen und lief weg.

Deshalb schreibe ich Ihnen heute, weil ich wie Sie Ehrfurcht vor dem Leben habe.

Mit vielen Grüßen, Julian Knakowski



Lieber Herr Dr. Schweitzer!

Heute möchte ich Ihnen einmal schreiben. Mit dem Krankenhaus in Lambarene konnten Sie vielen Menschen helfen und ich hoffe sehr, dass dieses Krankenhaus noch viele Jahre erhalten bleibt.

Mein Bruder muss auch oft zum Arzt. Ich weiß deshalb, wie wichtig medizinische Hilfe ist. Schön, dass Ihnen Ihre Frau Helene tatkräftig zur Seite steht.

Ich wünsche Ihnen noch viel Freude bei der Arbeit in Lambarene. Auch ich werde versuchen, vielen Menschen zu helfen. Hoffentlich wird es mir gelingen!

Es grüßt Sie ganz herzlich Ihre Antonia Litzenberg

Lieber Albert Schweitzer!

Ich fand es gut, dass Sie den kranken Menschen in Afrika geholfen haben. Es war auch gut, dass Sie nicht nur Menschen, sondern auch verletzten Tieren geholfen haben. Den Spruch „Ehrfurcht vor dem Leben“ finde ich sehr gut.

Ihre Laura Mönnich



Albert-Schweitzer-Ganztagsschule Aschersleben

Meine Gedanken über Albert Schweitzers Leben

Lina Schütze (5. Klasse)



Das Leben Albert Schweitzers war spannend, aufregend, aber auch traurig. Er war ein sehr liebenswürdiger Mensch und sehr menschenlieb, denn er tat viel für die Menschen. Er konnte auch viele handwerkliche Arbeiten verrichten. Schweitzers Leben bestand aus Helfen.



Ehrfurcht vor dem Leben

Stephanie Eisbein (9. Klasse)



Ich möchte, dass aller Krieg aufhört und die Menschen friedlich zusammenleben. Die Menschheit frisst sich ja buchstäblich gegenseitig auf.

In zehn Jahren sind sicher weit mehr Tiere ausgestorben als jetzt schon ausgestorben sind. Warum schaffen wir keinen Lebensraum? Im Gegenteil: Wir zerstören ihn! Wo bleibt die Ehrfurcht vor dem Leben?



Sabine Saalfeld (9. Klasse)

Ich habe mir ein paar Fragen gestellt:

1-Wozu sind wir auf der Welt?

2-Haben wir eine spezielle Aufgabe im Leben?

3-Gibt es einen vorgeschriebenen Plan im Leben?

4-Kann man sein Leben wirklich immer ändern oder ist es manchmal nur Schein?

5-Gibt es im Leben die Möglichkeit, das zu vollbringen, was einem unmöglich erschien?

Gibt es jemanden, der mir diese Fragen beantworten kann? Die einen sagen Gott, die anderen ein gelehrter Mann.

Was sagst DU?



Sekundarschule „An der Elbe“ Parey

10. Klassen



Albert Schweitzer – Held der Menschlichkeit?

Jessica Bathe



Albert Schweitzer ist ein Mensch, der das Leben respektierte. Er war Philosoph, Ehemann, Vater, Retter von Menschen. Für mich ist er ein Held, der anderen ein Vorbild gewesen war. Ich bewundere ihn, weil er vielen Menschen den Sinn des Lebens wiedergab und die Menschen aufrief, füreinander da zu sein. Viele Menschen haben den Sinn des Lebens verloren und denken nur an sich. Viele kennen auch Albert Schweitzer nicht. Darum müsste man in den Medien mehr über ihn berichten.

Albert Schweitzer, der Theologe, Urwaldarzt und einzigartige Mensch

Markus Fichtner

Mich beeindruckt am meisten, wie er diesen Mut aufbringen konnte, einfach dorthin zugehen, um die kranken Menschen zu behandeln. Ich bewundere auch sehr, wie er dies alles aus eigener Kraft aufbauen konnte und es so lange durchgezogen hat.

Albert Schweitzer – ein „Genie der Menschlichkeit“

Philipp Preuschoff



Albert Schweitzer war ein Genie der Menschlichkeit. Er war selbstlos und setzte sich für die Gerechtigkeit ein. Am meisten beeindruckt mich, dass er sich nicht nur für andere Menschen, sondern auch für Tiere einsetzte und ihnen half. Er machte sich Gedanken über seine Mitmenschen und ignorierte sie nicht einfach. Leider gibt es heutzutage nur noch sehr wenige Menschen solchen Charakters, was ich für sehr schade finde. Heute denkt jeder in erster Linie nur an sich. Ich bin der Meinung, wenn man sich mal mehr Mühe geben würde, einen jeden Menschen als Freund anzusehen, so wäre unsere Gesellschaft viel herzlicher und fröhlicher. Es liegt in unser aller Interesse, die Welt zu verändern.



Gedanken einer Schülerin über Albert Schweitzer

Michaela Puppe



Ich würdige die Arbeit von Albert Schweitzer. Er hatte für sich beschlossen, den Menschen zu helfen, was in der Zeit von damals wohl mehr selten gewesen ist.

Ich selbst jedoch könnte nicht so handeln wie er, wahrscheinlich bin ich einfach zu egoistisch. Für Albert Schweitzer ist es nicht so schwer gewesen, anderen zu helfen. Es war wohl einfach seine Bestimmung. Vielleicht sollte sich die Menschheit eine Scheibe davon abschneiden!



Der Einsatz von Albert Schweitzer

Madeleine Roloff



Ich kannte Albert Schweitzer noch nicht, bevor wir diesen Vortrag über ihn gehört hatten. Ich bewundere, dass er sich besonders für Menschen, Tiere und Umwelt eingesetzt hat. Ich habe dadurch auch Respekt vor ihm. Viele Menschen setzen sich heute auch für andere Menschen (UNICEF), für Tiere (PETA) und für die Umwelt (GREENPEACE) ein. Ich persönlich setze mich auch manchmal für die Tierschutzorganisation PETA ein. Ich könnte mir auch vorstellen, später in diesem Bereich zu arbeiten.



Albert Schweitzer, der Tierfreund

Linda Sattelkau



Ich bewundere an Albert Schweitzer seine Tierliebe, denn ich liebe Tiere ebenso. Ich bin mit den verschiedensten Tieren aufgewachsen und habe auch schon viele gesund gepflegt. Beispielsweise, als ich sechs Jahre alt war, hatte eine Ente ihr Küken verstoßen und ich habe mich um es gekümmert. Wir haben uns zuhause auch schon um ein kleines Wildschwein gekümmert und um einen verletzten Bussard. Durch diese Erlebnisse kann ich sehr gut beurteilen, dass Albert Schweitzer ein wirklich mitfühlender Mensch war. Das ist etwas Bewundernswertes.



Schweitzer als Vorbild

Christopher Sternberg



Vor kurzem hatte ich den Namen Schweitzer zwar schon gehört, konnte mir aber nicht vorstellen, was er geschafft oder getan hat. Wenn man sich aber mit ihm befasst, merkt man, was für eine wichtige Persönlichkeit Albert Schweitzer doch war. Er war ein Mensch, der sich an seine Regeln gehalten und nicht, wie viele es heutzutage tun, sich einen leichten Weg gesucht hat. Er war ein Mann des Handelns. Schweitzer hatte erkannt, dass das Leben der wertvollste Besitz ist, den wir haben und es die Aufgabe eines jeden Menschen ist, sein eigenes und das Leben anderer zu respektieren und auch zu schützen. In diesem Punkt kann man und ich für mich sagen, dass er ein Vorbild sein kann und auch in bestimmten Punkten sein sollte.



Europaschule Gymnasium Stephaneum Aschersleben

12. Klassen



Vorbildfunktion von Albert Schweitzer

Heike Junghanns



Albert Schweitzer ist nicht nur aufgrund seiner aussagekräftigen Formulierungen ein Vorbild für mich. Ausschlaggebend war die Person an sich, seine Einstellung zum Leben, dessen ungebremster Optimismus und die Leidenschaft zur Musik. Weiterhin finde ich es bemerkenswert, dass er sich über alle die Jahre selbst treu geblieben ist, eine sehr schwierige Aufgabe, wie ich finde. Die Ehrlichkeit Schweitzers ist ein weiteres Kriterium, um einen Vorbildstatus zu erreichen. Den meisten ist es vorenthalten, was Schweitzer vergönnt war: Aufrichtigkeit der eigenen Person gegenüber.



Bildung und Erziehung zu Gewaltlosigkeit im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben

Juliane Pinnecke und Annemarie Stumpe



Das Thema Gewalt ist gerade in der heutigen Zeit immer wieder aktuell. Sei es in der Familie, unter Jugendlichen, in der Schule oder in den Medien, überall wird man mit diesem Problem unserer Gesellschaft konfrontiert.

Doch kaum jemand hat sich darüber Gedanken gemacht, welche Ursachen es hierfür gibt und warum es die Menschen nicht schaffen, Konflikte gewaltfrei und friedvoll zu lösen. Ist es wirklich schon so weit, dass die Gesellschaft ethische und humanistische Werte verloren hat, oder gibt es noch Hoffnung, dass die Menschen eines Tages konfliktfrei und friedfertig miteinander leben können?

Dabei ist die Sehnsucht nach Frieden im Menschen fest verankert, auch wenn die Vergangenheit Unfrieden und Krieg bis hin zur Gegenwart aufzeigt. Aber es gab auch Persönlichkeiten, die uns Mittel und Wege einer friedlichen Gesellschaft angegeben haben: Die so genannten „Denker des Friedens“ Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Albert Schweitzer.

Die einzig notwendige Konsequenz, die Ablehnung gegenüber der Gewalt auszudrücken, ist die Ehrfurcht vor dem Leben, die uns Möglichkeiten zur Überwindung eines derartigen gesellschaftlichen Problems bieten kann.





Rassismus bedeutet Menschenverachtung

Schüler gegen Ausgrenzung und Gewalt

Frank Röseler, Kevin Eckstein, Juliane Pinnecke und Annemarie Stumpe



Gegen den Rassismus hilft am besten eine Gesinnung, die durch die Ehrfurcht vor dem Leben gekennzeichnet ist. In seinem „Wort an die Menschen“ ruft Albert Schweitzer die Menschheit zur Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben auf. „Diese Ethik macht keinen Unterschied zwischen wertvollerem, höherem und niederem Leben. Sie lehnt eine solche Unterscheidung ab.“ Die Konsequenz dieser Unterscheidung wäre dann die Ansicht, dass es wertloses Leben gäbe, dessen Vernichtung oder Beeinträchtigung erlaubt sei.



Tierschutz ist auch Erziehung zur Menschlichkeit

Franziska Kalytta



Wir alle sind Geschöpfe dieser Erde. Wir Menschen unterscheiden uns von Tieren also nur durch unseren Verstand. Doch damit verbindet sich auch eine enorme Verantwortung gegenüber allen Lebewesen auf dieser Erde, der wir momentan nur höchst unzureichend gerecht werden, da wir unsere Umwelt durch unser Profitdenken stark ausbeuten und ihr Schaden zufügen.

Unsere Bewertung von Geschöpfen ist subjektiv und hebt uns auf einen hohen Sockel. In unserem Denken herrscht zu oft ein weit verbreiteter Tier-Rassismus. Wir bewerten Tiere unterschiedlich, stellen Landtiere über Meerestiere … und halten uns darüber hinaus für überlegen. Das Christentum setzt das menschliche Leid nicht dem tierischen gleich, weshalb auch das menschliche Leben über das der Tiere gesetzt wird.

Das Leben ist das, was uns alle verbindet. Deshalb ist das Leben auch so wertvoll. Wenn wir also anderen Menschen helfen wollen und auch auf Hilfe uns gegenüber hoffen, dann verdienen Tiere und Pflanzen das gleiche Recht. Wie wertvoll das Leben ist, hat auch Schweitzer erkannt: „Alles Leben ist heilig, alles Leben ist wert.“

Auf den Tierschutz bezogen hat der Mensch viel falsch gemacht und tut dies auch heute noch. Doch endlich gibt es auch Menschen, die sich dessen bewusst werden und dagegen ankämpfen. In meinen Augen äußert sich so die wahre Menschlichkeit.



Bildungszentrum für Gesundheits- und Krankenpflege „Albert Schweitzer“
der Kreisklinik Aschersleben-Staßfurt



Die Ehrfurcht vor dem Menschenleben beginnt mit der Achtung vor dem eigenen Dasein

Anja Kairies



Im Laufe meines Berufslebens bin ich immer wieder an Grenzen gestoßen, die mir Angst machen und über die ich viel nachgedacht habe. Was ist, wenn alle Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind und nichts mehr für den Menschen getan werden kann? Wie wird es sein, sich mit dem Tod auseinander setzen zu müssen?

Ich stehe dem Tod sehr respektvoll gegenüber und ich kann bis heute dem Verstorbenen nicht den Rücken kehren. Immer verlasse ich das Zimmer im Rückwärtsgang.

Die Freiheit und die Menschlichkeit, so wie sie Albert Schweitzer für jeden Menschen anstrebte, sollte in jeder Lebenslage ernst genommen werden. Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet auch, dass man Achtung vor dem letzten Willen des sterbenden Menschen hat.

Wenn es um Trost geht beim Verlust eines lieben Menschen sollte man sich auch an folgendes Wort von Albert Schweitzer erinnern:

Wenn ihr es schon einmal bedacht habt, wie schwer wir am Leben tragen würden ohne die Gewissheit, dass ihm ein Ziel gesetzt ist, dass der Tod für alle, auch die Glücklichen, nicht der Feind, sondern Erlösung ist.“



Ehrfurcht vor dem Leben birgt die gleichen Kräfte in sich wie die Liebe

Jana Strohmeier



Letzten Endes ist es leider eine Tatsache, dass sich viele Angehörige aus der Verantwortung ziehen, sobald sich ihre „Lieben“ in einer Pflegeeinrichtung oder im Krankenhaus befinden. Pflegende können dieses Defizit, die fehlende Zuneigung, nicht ersetzen. Jeder, der in der Pflege arbeitet, hat schon einmal ähnliche Situationen erlebt. Das Pflegepersonal kann zwar „nur“ seine Arbeit verrichten, ich halte es aber auch für wichtig, auf die persönlichen Bedürfnisse des Patienten einzugehen. Dazu gehört für mich eben auch das Gespräch mit dem Patienten. Man kann einmal über die Familie, über Freunde oder auch über Probleme sprechen, selbst wenn es nach der Dienstzeit ist.

Ehrfurcht vor dem kranken Menschen schließt Nächstenliebe ein. Albert Schweitzer war dafür Beispiel und Vorbild zugleich.



Durch die Ehrfurcht vor dem Leben gibt der Mensch seinem Dasein einen Wert

Heike Richter

Gerade in der heutigen Zeit, in der Oberflächlichkeit, Egoismus und Profitgier immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist es wichtig, zu erkennen, was dem Leben seinen Wert gibt. Viel zu selten denkt der Mensch heute darüber nach. Er lebt in den Tag hinein, ohne zu wissen, was sein Dasein ausmacht.

Betrachtet man den Kreislauf des menschlichen Lebens, dann ist schnell zu erkennen, wie nah die „Ehrfurcht vor dem Leben“ und die Arbeit im medizinischen Bereich zusammenhängen.

Sicherlich werden wir oft scheitern. Doch wir werden immer wieder Kraft darauf verwenden, Ehrfurcht vor dem Leben zu haben.

Um in Ehrfurcht vor dem Leben handeln zu können, ist für mich die Bejahung des Lebens die erste Voraussetzung. Nur wer sein Leben und das Leben um sich herum bejaht, also nicht vor scheinbarer Sinnlosigkeit resigniert oder ob der augenscheinlichen Probleme beginnt, die Menschen und die Welt zu verabscheuen, kann wirklich Ehrfurcht vor dem Leben empfinden. Lebensbejahung und Ethik müssen miteinander verwoben sein und aufeinander aufbauen.

Ich sehe, dass es Krankheiten und Tod gibt. Ich sehe Katastrophen und Zerstörungen. Ich sehe Verbrechen an Menschen, an unserer Umwelt. Ich erkenne, dass nicht alle Menschen Ehrfurcht vor dem Leben haben, ihm mit Respekt begegnen.

Doch ich sehe auch schöne Dinge. Ich kann mich an einer Wiese voll Gänseblümchen erfreuen, an einer Herde Kühe, an singenden Vögeln. Ich liebe die Menschen, die mein Leben begleiten. Ich freue mich darüber, mit ihnen zu reden, manchmal auch zu streiten. Was wäre mein Leben ohne das ihre?

Ich kann die Welt nicht verändern, leider. Doch ich kann dem Leben, dem ich begegne – ob Pflanzen, Tiere oder Menschen – mit Respekt gegenüber stehen.



Denkwürdige Sätze



Sie hatte einen Fehler gemacht. Ich zeigte ihr, wo er war.

Lina Al Gori

Ich fand es sehr mutig von Ihnen, dass Sie nach Afrika gegangen sind und gegen die Atomversuche gestreikt haben.

Niklas Bormann

Als Arzt immer für Menschen und Tiere da zu sein, finde ich großartig.

Maria-Therese Foerster

Ich bin genau wie Sie gegen Tierversuche. Und gegen den Krieg.

Tom Gräbe

Sie sind einer der ehrwürdigsten Menschen der Welt.

Moritz Klaus

Deshalb schreibe ich Ihnen heute, weil ich wie Sie Ehrfurcht vor dem Leben habe.

Julian Knakowski

Ich bin gegen Tierversuche, weil es nicht schön ist, wenn Tiere gequält werden.

Nikolas Kretschmann

Auch ich werde versuchen, vielen Menschen zu helfen. Hoffentlich wird es mir gelingen.

Antonia Litzenberg

Es war auch gut, dass Sie nicht nur Menschen, sondern auch verletzten Tieren geholfen haben.

Laura Mönnich

Schweitzers Leben bestand aus Helfen.

Lina Schütze

Ich möchte, dass aller Krieg aufhört und die Menschen friedlich zusammenleben.

Stephani Eisbein

Kann man sein Leben wirklich ändern oder ist es manchmal nur Schein?

Sabrina Saalfeld

Ich bewundere ihn, weil er vielen Menschen den Sinn des Lebens wiedergab.

Jessica Bathe

Ich bewundere auch sehr, wie er dies alles aus eigener Kraft aufbauen konnte und es so lange durchgezogen hat.

Markus Fichtner

Er war selbstlos und setzte sich für Gerechtigkeit ein.

Philipp Preuschoff

Seine Einstellung zum Leben, dessen ungebremster Optimismus und die Leidenschaft zur Musik.

Heike Junghanns

Die einzig notwendige Konsequenz, die Ablehnung gegenüber der Gewalt auszudrücken, ist die Ehrfurcht vor dem Leben.

Juliane Pinnecke und Annemarie Stumpe

Gegen Rassismus hilft am besten eine Gesinnung, die durch die Ehrfurcht vor dem Leben gekennzeichnet ist.

Frank Röseler, Kevin Eckstein, Juliane Pinnecke

und Annemarie Stumpe

Das Leben ist das, was uns alle verbindet. Deshalb ist das Leben auch so wertvoll.

Franziska Kalytta

Die Freiheit und die Menschlichkeit, so wie sie Albert Schweitzer für jeden Menschen anstrebte, sollte in jeder Lebenslage ernst genommen werden.

Anja Kairies

Ehrfurcht vor dem kranken Menschen schließt Nächstenliebe ein. Albert Schweitzer war dafür Beispiel und Vorbild zugleich.

Jana Strohmeier

Um in Ehrfurcht vor dem Leben handeln zu können, ist für mich die Bejahung des Lebens die erste Voraussetzung.

Heike Richter




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