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A L B E R T- S C H W E I T Z E R- G E D E N K- U N D  B E G E G N U N G S S T Ä T T E
und Albert-Schweitzer-Komitee e.V.
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Zur Arbeit des Freundeskreises in Aschersleben

Ingeburg Pocklitz
Aschersleben
Januar 2009


In Aschersleben gibt es reichlich Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten.
Allein der Kulturkreis "Adam Olearius" bietet mehrere Fachbereiche an.
Einer davon ist der "Freundeskreis Albert Schweitzer", der durch
viele Aktivitäten seit Jahren von sich reden macht.

Dem Freundeskreis liegt daran, das Lebenswerk des großen Humanisten
Albert Schweitzer vor dem Vergessen zu bewahren. Der hauptsächlich
als "Urwalddoktor" bekannte Schweitzer baute, leitete und finanzierte
aber nicht nur das bis heute existierende Hospital in Lambarene,
sondern trat lebenslang öffentlich für Gewaltlosigkeit und Frieden
ein. Das brachte ihm hohe Anerkennung, aber auch Anfeindungen und
Schmähungen ein. So wie ihm erging es vielen anderen, die gegen den
jeweils herrschenden politischen Zeitgeist auftraten.

Es ist nun das Verdienst des Freundeskreises und ganz besonders
dessen Leiters, Professor Dr. Hartmut Kegler, auch Albert Schweitzers
"Verbündete im Geiste" in die regelmäßigen Veranstaltungen mit
einzubeziehen.

So war kürzlich ein Abend dem schwarzen Bürgerrechtler Dr. Martin
Luther King gewidmet, dessen Todestag sich 2008 zum 40. Mal jährte
und der im Januar dieses Jahres 80 Jahre alt geworden wäre. King war
wegen seines gewaltlosen Kampfes gegen Rassendiskriminierung mit 35
Jahren der jüngste Friedensnobelpreisträger geworden, vier Jahre
später fiel er einer Kugel zum Opfer.

Professor Kegler beklagte in seinem Vortrag, dass es in der heutigen
Öffentlichkeit zwar viele "Promis" und "Superstars" gebe, die mit
großer medialer Macht hochgejubelt werden, aber wohl kaum echte
Verdienste und Leistungen aufzuweisen haben. Er hält es deshalb für
wichtig, die wirklich "Großen", die durch ihr Lebenswerk tatsächlich
etwas in der Welt zum Guten verändert haben, entsprechend zu würdigen
und vor allem Kindern und Jugendlichen nahe zu bringen. Zum Glück für
unsere Heimatstadt redet Hartmut Kegler nicht nur, sondern handelt.
Seit Bestehen des Freundeskreises brachte er mehr als 30 gut
recherchierte und verständlich formulierte Schriften heraus, außer
über Albert Schweitzer auch über Mahatma Gandhi, Albert Einstein und
jetzt eben auch über Martin Luther King. Jedes Jahr gestaltet er mit
seinen Helfern einen Kalender über Schweitzer, und ganz besonders
engagiert er sich an den Schulen im Landkreis. Er hält viele Vorträge
und schrieb sogar ein kleines Theaterstück, um jungen Menschen
wichtige moralische Werte zu vermitteln.

Zahlreiche Schreiben von Schülern aller Altersgruppen zeigen, dass
die Bemühungen Früchte tragen. Beate Köthe, Lehrerin am Fachgymnasium,
brachte es während der Diskussion auf den Punkt: "Hartmut Kegler
findet die richtigen Worte, um Kinder und Jugendliche zu erreichen".
Die richtigen Worte und viel Ausdauer, gemeinsam mit gleich gesinnten
Partnern, hatten schließlich auch dazu geführt, dass inzwischen drei
hiesige Institutionen den Namen "Albert Schweitzer" tragen dürfen:
die Ganztagsschule in der Güstener Straße, das Bildungszentrum des
Krankenhauses und das Tierheim. Wie gesagt: ein Glück für uns
Ascherslebener.