S T I F T U N G
"A L B E R T- S C H W E I T Z E R- G E D E N K- U N D  B E G E G N U N G S S T Ä T T E"
W E I M A R
Stifter: Albert-Schweitzer-Komitee e.V.

*Startseite* Neu-aktuell* Gedenk- und Begegnungsstätte* Fachbeiträge* Schülerseiten* Spielen lernen und Entdecken* Albert Schweitzer* Freundeskreise* Netzwerk* Literatur* Aktivitäten *

Freundeskreis Dresden


Veranstaltungskalender



Hauptversammlung der AISL 2008 in Klingenthal/Elsaß

Dr.Reichardt, Radeburg

Die Goethe-Stiftung Basel, vertreten durch Frau Prof.Stintzi, hatte als Eigentümer des kleinen, aber feinen Schlosses in Klingenthal zur diesjährigen Jahrestagung der Internationalen Albert-Schweitzer-Gesellschaft eingeladen. Der Ort liegt am Fuße der Vogesen nahe Obernai unweit von Straßburg und war schon wiederholt Tagungsort.

Hauptthematik war in diesem Jahr die Zukunft der AISL und der Leitung des Günsbacher Schweitzerhauses mit dem zentralen Archiv. Madame Poteau wird spätestens im August 2009 endgültig in Ruhestand gehen. Zur nächsten AISL-Tagung am 1.und 2.Mai nächsten Jahres muß eine Nachfolgeregelung erfolgen. Um diese vorzubereiten hatte das Comité Directeur einen Berater bestellt, der gemeinsam mit dem Präsidenten die Anforderungen an die Nachfolgepersönlichkeit aus einer Ist-Analyse des Zentrums und mit einem erweiterten Leistungsprofil vorbereiten sollte, Damit beauftragt wurde Damien Mougin, zeitweiliger Verwaltungsdirektor des Lambarene-Spitals.

Um die Zukunft sicherzustellen ist eine Professionalisierung der Einrichtung einschließlich finanzieller Autonomie und Sicherung der Bestände des Archivs mit den Mitteln moderner Elektronik Grundvoraussetzung. Gleichzeitig ist die Öffentlichkeitswirkung zu intensi-vieren., zum Beispiel durch ständige Aktualisierung der Internetpräsentation, engere Zusammenarbeit mit nationalen Albert-Schweitzer-Vereinigungen, Bildung von Arbeitsgruppen für bestimmte Schwerpunkte der Schweitzerpflege, Maßnahmen zum Schutz des Nachlasses und vor Missbrauch des Namens. Eine wesentliche juristische Rolle wird dabei die vom Hilfsverein der Schweiz eingerichtete „Stiftung Albert Schweitzer – Günsbach / Bern“ übertragen bekommen, die bereits das Pfarrhaus verwaltet.

Die Anforderungen an den künftigen Direktor werden also von hohem Niveau sein, erfordern eine ausgewiesene Management-Qualifikation, Verständnis für das gesamte Schweitzerwerk,

zumindest deutsche und französische Sprachkenntnisse, Flexibilität und Mobilität.

Daraus ergeben sich auch finanzielle Voraussetzungen für die Personalie,die nur durch Eigen-

erwirtschaftung gesichert werden können. Eine gewisse Hilfe dabei ist die jetzt europaweit mögliche Ausstellung von steuerlich absetzbaren Spendenbescheinigungen.

Parallel zu dieser Aufwertung der Funktion des Direktors leiten sich daraus auch erweiterte Aufgaben für die Mitglieder der AISL und insbesondere des Comité Directeur ab, um die Wirksamkeit der AISL international zu stärken. Erfreulich ist die aktive Tätigkeit der Vertreter der U.S.A., die den Geist Schweitzers an Jugendlichen weiterentwickelt. Nur so kann die Ehrfurcht vor allem Leben weltweit vermittelt und wirksamer werden als bisher.

Erforderlichenfalls wird zumindest das Comité Directeur im Herbst zu einer Sondersitzung einberufen werden, um Entscheidungen der Hauptversammlung zur Weiterführung des Zentrums Günsbach vorzubereiten.

Dr.Roland Wolf und Dr.Hans-Peter Müller berichteten über das Spital in Lambarene, das trotz wiederholter personeller Probleme in der Verwaltung die medizinische Arbeit erfolgreich fortsetzt und auch finanziell vom Staat Gabun jetzt besser und vor allem regelmäßig unter- stützt wird. Im Ort Lambarene wird das bisherige Regierungskrankenhaus durch einen auch medizintechnisch hochqualifizierten Neubau ersetzt. Offen ist die personelle Ausstattung. Aber auf jeden Fall entsteht eine ernstzunehmende Konkurrenz, die eine fachliche Spezialisie-rung und gegebenenfalls auch Arbeitsteilung erforderlich werden lässt.Prophylaxe und dezen- trale ambulante und teilstationäre Aufgaben werden weiter an Bedeutung gewinnen !


Der Tagung in Günsbach im kommenden Jahr wird sich am 3. Mai ein Albert-Schweitzer-Tag in Basel anschließen. Der Vorschlag von Herrn Wissel, auch unsere Gedenkstätte in Weimar einmal für die AISL als Versammlungsort zu nutzen, wurde mit Interesse aufgenommen Desgleichen die umfangreichen Bemühungen unseres Vereins und ostdeutscher Freundes-kreise, Schweitzer an Pädagogen und Jugendliche heranzutragen.



Veranstaltungskalender