Die Gedenk- und Begegnungsstätte
Postanschrift und Sitz der Geschäftsstelle des
Albert-Schweitzer-Komitee e.V
ständige Ausstellung über Leben und Werk
Albert Schweitzers
Vorträge, Lesungen, Konzerte
Gespräche, Besinnung, Begegnung und
Erholung
Exkursion und Unterricht im Museum
DIA- und Videovorführungen
Projektwochen zum Thema „Ehrfurcht vor dem
Leben"
Verkauf spezieller Literatur von und über Albert
Schweitzer
umfangreiche Bibliothek und Archiv
Zusammenstellung und Versand von
Informationsmaterial über Albert Schweitzer
Zusammenstellung und Versand von
altersgerechten Unterrichts- und Lehrmaterial
(einschl. CD)
Vermittlung von Referenten
Vermietung von Veranstaltungsräumen /
Gästezimmern
 Verleihung der Wanderausstellung
„Lebenszeichen" über Leben und Werk
Schweitzers
Treffpunkt von Vereinen, Initiativen und
Selbsthilfegruppen
DIE AUSSTELLUNG
2001 wurde eine neue ständige Ausstellung über Leben und Werk Albert Schweitzer der Öffentlichkeit übergeben. Studenten der
Bauhausuniversität Weimar/Fakultät Medien hatten dazu ein neues Konzept erarbeitet.
So finden Sie in den Ausstellungsräumen:
Schweitzers Biographie eingebettet in die geschichtlichen Ereignisse, eine Chronologie des historischen Urwaldspitals von 1913-1965, einen Tag
im Spital, den ethischen Kerngedanken Schweitzers, die Wurzeln seines Denkens, die musikalische Seite seiner Persönlichkeit, die Biographie
Helene Schweitzers, einen Überblick über Zeitgenossen und aktuelle Informationen über das Urwaldspital.
Die Ausstellung und moderne Medientechnik bietet Ihnen die Möglichkeit, sich einen Überblick über Leben und Werk zu verschaffen und bei
Interesse auch in die Tiefe von Schweitzers Schaffen vorzudringen.
Eine Leseecke lädt zum Verweilen und Nachlesen ein.
In Klapptafeln können Sie blättern und mehr über Schweitzers Leben erfahren.
Abrufbare Filmsequenzen ergänzen die Biographie.
Wir informieren Sie über das heutige Lambarene und stellen Ihnen das Albert-Schweitzer-Komitee e.V. vor. Leihgaben des Leipziger
Völkerkundemuseums und ein Etagenbaum (Kunstmuseum Merseburg) stellen den Bezug zur afrikanischen Kultur her.
Die Ausstellung möchte informieren und anregen. Was hat uns Albert Schweitzer heute noch zu sagen: Welche Bedeutung haben seine Werke für
unsere Zeit?
Mit diesen Worten Albert Schweitzers möchten wir unsere Hoffnung ausdrücken, dass unsere Ausstellung in seinem Sinne auf Sie wirkt ...
WARUM FINDEN SIE IN WEIMAR DIE A.-SCHWEITZER-BEGEGNUNGSSTÄTTE?
Weimar ist die Stadt, mit der Albert Schweitzer durch das Wirken Goethes, Bachs, Nietzsches und Schopenhauers geistig soviel verband.
Weimar ist der Ort, von dem Schweitzer eine klassische, humanistische Prägung erfuhr und sich somit in seiner Ethik der „Ehrfurcht vor dem
Leben" widerspiegelt.
Weimar ist ein Anziehungspunkt für die ganze Welt. Albert Schweitzer hat die Forderung Goethes:
„Strebe nach wahrem Menschentum! Werde Du selbst als ein sich verinnerlichender Mensch, der in seiner Natur entsprechenden Weise
Tatmensch ist"
verstanden und gelebt.
In vier Goethereden bringt er seine Verbundenheit mit dem Werk und Denken Goethes zum Ausdruck. Schweitzers umfangreiche Kenntnis der
Werke Goethes prägen sein naturwissenschaftliches und philosophisches Denken.
Johann Sebastian Bach (von 1708-1717 in Weimar) beeinflusste Schweitzers musisches Schaffen. Auch er gab ihm Kraft und Antrieb für sein
Wirken im Urwaldspital. In der Auseinandersetzung Schweitzers mit philosophischen Gedanken traf er auf Nietzsche und Schopenhauer. Diese
beiden Philosophen wurden für Albert Schweitzer zur sittlichen Herausforderung.
Mit seiner Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben" und seinem Engagement für die Erhaltung des Friedens auf der Welt bezog Albert Schweitzer
Stellung zu Fragen des Krieges, Einsatz von Atomwaffen und Unmenschlichkeit in jeder Form. Albert Schweitzer, ein Mahner für „wahres
Menschentum" gegen „tausendfache Gewalttätigkeit und entmenschte Gesinnung" steht in Weimar der Unmenschlichkeit des Konzentrationslager
Buchenwald gegenüber. Das geistige Werk Albert Schweitzers behält seine Aktualität. Deshalb ist es wichtig, dass es in die Öffentlichkeit getragen
wird.Die Gedenkstätte soll einen möglichen Weg zum Humanismus, zu „Idealen persönlichen Menschentums",
zur Sinn- und Wertefindung aufzeigen.
(Zitat aus Schweitzers Goetherede, Frankfurt/M. 1932)
Preise
Einzelzimmer                       
30,00 €
Doppelzimmer                       
45,00 €
DZ mit einer Aufbettung         
50,00 €
gesamte Etage (5+1 Betten)     100,00 €
Zum Zimmer gehören eine Dusche, TV und eine
Küche zur Selbstversorgung.
Eine Parkfläche kann für 3,00 € täglich zur
Verfügung gestellt werden.
Anreise innerhalb der Öffnungszeiten; am
Wochenende nach Absprache.
Mit Ihrer Übernachtung in unserem Haus tragen
Sie dazu bei, das architektonische Kleinod zu
erhalten und die Schweitzer-Arbeit fortzusetzen.
Geschichte des Hauses
Das spätbarocke Bürgerhaus im Winkel des Kegelplatzes wurde 1754 erbaut.
J. C. A. Musäus, der Märchendichter und -sammler bewohnte das Haus bis zu seinem Tod 1787. Danach wurde das Gebäude als Wohnhaus
genutzt.
Mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten prägten den Charakter des Hauses. Musste Musäus zur Aufbesserung seines Einkommens noch
vermieten, konnte der ehemalige Weimarer Bürgermeister Bock (1851-1865) das gesamte Haus nutzen. Auch eine Nachfahrin Wielands
bewohnte das Haus. Hofdekorationsmaler Wehner und dessen Schwiegersohn Ehrhardt bemalten in der Gründerzeit die Wände des
Durchgangsflures mit Landschaftsszenen, die auch heute noch zu sehen sind. Der überdachte Innenhof mit dem Brunnen, die Atmosphäre der
Zimmer mit Stuckdecken und Holzfußboden, die Wandmalereien, Bleiverglasungen und viele andere Details machen den besonderen Charme
des Hauses aus.
Anfang der achtziger Jahre erwarb das Albert-Schweitzer-Komitee aus Mitteln einer Erbschaft das Haus am Kegelplatz und konnte somit das
historische Gebäude vor dem Verfall retten.
Das „Musäushaus" wurde restauriert und dem Gedankengut Schweitzers eine Heimstatt gegeben.
Mit verschiedenen Fördergeldern konnte das Albert-Schweitzer-Komitee e.V. als neuer Eigentümer immer wieder das denkmalgeschützte Haus
sichern, die Bausubstanz erhalten und den Wert des Hauses steigern.
Für den Erhalt der Albert-Schweitzer-Gedenkstätte wurde 1993 eine Stiftung gegründet.
Das Denkmal vor der Gedenkstätte war übrigens das erste Albert-Schweitzer-Denkmal
der Welt.
Es wurde von dem Bildhauer Gerhard Geyer geschaffen und am 1. Oktober 1968 an die Stadt Weimar übergeben.